IÖR-Jahrestagung 2020: Raum und Transformation

vom 23. bis 25. September 2020 im Deutschen Hygiene-Museum, Dresden

Keynotes

Kurzbiographie: Von 1976 bis 1982 studierte Matthias Kleiner Maschinenbau an der Universität Dortmund, wo er 1987 promoviert wurde und 1991 auch die Habilitation im Fach Umformtechnik erlangte. Von 1994 bis 1998 entwickelte er den Lehrstuhl für Konstruktion und Fertigung an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und war Mitglied des dortigen Gründungsrektorats. 1997 erhielt Matthias Kleiner den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Ein Jahr später wurde er an die Universität Dortmund auf den Lehrstuhl Umformtechnik berufen und baute zwischen 2004 und 2006 das neu gegründete Institut für Umformtechnik und Leichtbau (IUL) auf. Von 2007 bis 2012 war Matthias Kleiner Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Im Frühjahr 2011 leitete er als Co-Vorsitzender die Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung. Matthias Kleiner ist Mitglied in zahlreichen nationalen und internationalen Akademien und Beiräten und vielfach tätig als Juror und Gutachter für Forschungsprogramme sowie für bi- und multilaterale Kooperationen. Im November 2013 wurde er von der Mitgliederversammlung der Leibniz-Gemeinschaft zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Das Amt trat er am 1. Juli 2014 an.


Kurzbiographie: In ihrer aktuellen Position arbeitet Maja Göpel an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zum Thema Nachhaltigkeitstransformationen mit einem Schwerpunkt auf Wissenschaftskommunikation. Zuvor leitete sie das Berliner Büro des Wuppertal Institut und verfasste in dieser Zeit The Great Mindshift (Springer 2016) zu nachhaltigem Wirtschaften und der Rolle von Paradigmenwechseln in Transformationsprozessen. In ihrer transdisziplinären Laufbahn war sie auch sechs Jahre als Direktorin Future Justice beim World Future Council in Hamburg und Brüssel tätig und hat dort die Interessen zukünftiger Generationen in EU- und UN-Prozessen vertreten und den Future Policy Award initiiert. Maja Göpel ist Professorin an der Leuphana Universität Lüneburg, Mitglied des Club of Rome, des World Future Council und der Balaton Group sowie Fellow beim Progressiven Zentrum. Als Beirätin unterstützt sie mehrere Stiftungen und Projekte und ist eine der Initiatorinnen der Scientists4Future. Maja Göpel ist diplomierte Medien-Wirtin, in Politischer Ökonomie promoviert und Mutter zweier großartiger Töchter.


Kurzbiographie: Antje Bruns forscht und lehrt  zu Transformationsprozessen gesellschaftlicher Naturverhältnisse und deren Gestaltung durch Governance-Regime in Städten und Regionen. Antje Bruns leitet die Nachwuchsgruppe WaterPower, die sich mit multiplen Krisen und deren Überlagerung in der Küstenstadt Accra (Ghana) auseinandersetzt. Inter- und transdisziplinäre Wissensproduktion sind Kernbestandteil dieser Forschung, die im Überschneidungsbereich von Politischer Ökologie, Entwicklungsgeographie und Raumforschung liegt. Antje Bruns hat Geographie an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert und an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zu Raumentwicklungsprozessen in Küstenregionen promoviert.


Kurzbiographie: Bernhard Truffer leistet Pionierarbeit zur Bedeutung von räumlich geographischen Ansätzen in der Transformationsforschung. Dabei beschäftigt er sich mit der Rolle von Umweltinnovationen in sektoralen Transformationsprozessen und ihrer Abhängigkeit von globalen Ressourcenströmen. Bernhard Truffer forscht in Westeuropa, Australien, den USA, China sowie Ost- und Südafrika. Er konzentriert sich dabei auf globale Innovationssysteme, die regionale Entstehung neuer Industrien, den Aufholprozess der Entwicklungsländer, die Transformation von Sektoren der Basisinfrastruktur und die Aufwertung informeller urbaner Siedlungen im globalen Süden. Fragen der strategischen Planung, Methoden der Zukunftsforschung sowie Perspektiven neo-institutioneller Theorien auf sozio-technische Transformationen gehören ebenso zu seinen Forschungsinteressen.