IÖR-Jahrestagung 2021: Raum & Transformation

vom 22. bis 24. September 2021 im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden

Keynotes

Just Transformation beyond Sustainability Fixes – Practices, Agency and Knowledge

Kurzbiographie: Antje Bruns forscht und lehrt  zu Transformationsprozessen gesellschaftlicher Naturverhältnisse und deren Gestaltung durch Governance-Regime in Städten und Regionen. Antje Bruns leitet die Nachwuchsgruppe WaterPower, die sich mit multiplen Krisen und deren Überlagerung in der Küstenstadt Accra (Ghana) auseinandersetzt. Inter- und transdisziplinäre Wissensproduktion sind Kernbestandteil dieser Forschung, die im Überschneidungsbereich von Politischer Ökologie, Entwicklungsgeographie und Raumforschung liegt. Antje Bruns hat Geographie an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert und an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zu Raumentwicklungsprozessen in Küstenregionen promoviert.

 

 


Challenges of regional infrastructure transitions: the case of urban water management

Kurzbiographie: Bernhard Truffer leistet Pionierarbeit zur Bedeutung von räumlich geographischen Ansätzen in der Transformationsforschung. Dabei beschäftigt er sich mit der Rolle von Umweltinnovationen in sektoralen Transformationsprozessen und ihrer Abhängigkeit von globalen Ressourcenströmen. Bernhard Truffer forscht in Westeuropa, Australien, den USA, China sowie Ost- und Südafrika. Er konzentriert sich dabei auf globale Innovationssysteme, die regionale Entstehung neuer Industrien, den Aufholprozess der Entwicklungsländer, die Transformation von Sektoren der Basisinfrastruktur und die Aufwertung informeller urbaner Siedlungen im globalen Süden. Fragen der strategischen Planung, Methoden der Zukunftsforschung sowie Perspektiven neo-institutioneller Theorien auf sozio-technische Transformationen gehören ebenso zu seinen Forschungsinteressen.


Can „planning“ turn the tide? On spatial leverage for sustainability transformations

Kurzbiographie: Marc Wolfram forscht zur Orientierung und Dynamik städtischen und regionalen Wandels sowie insbesondere zu Theorien, Strategien und Kapazitäten für Nachhaltigkeitstransformationen. Er verfügt über eine interdisziplinäre akademische Ausbildung im Bereich raumbezogener Nachhaltigkeitswissenschaften und umfangreiche berufliche Erfahrungen als Berater und PostDoc in Europa. Sieben Jahre lang lehrte er außerdem an führenden Universitäten in Seoul (Südkorea), forschte zur urbanen transformativen Kapazität und beriet globale Städtenetzwerke und UN-Organe. Er ist zudem Mitgründer und Herausgeber der open access Zeitschrift Urban Transformations und Vorstandsmitglied der International Sustainable Development Research Society (ISDRS).


Urban Environmental Acupuncture (UEA): An innovative and collaborative strategy to generate small scale green space

Kurzbiographie: Sie forscht zurzeit im SALUTE4CE-Projekt (Interreg Central Europe) zur urbanen Umweltakupunktur, um mehr Stadtgrün in verdichteten Räumen umzusetzen.  Jessica promovierte im Rahmen der Dresden Leibniz-Graduate School, dabei untersuchte sie Hemmnisse für eine planvolle Anpassung an den Klimawandel in ländlichen Gemeinden im Bundesstaat New York. Zuvor absolvierte sie einen Master in Stadt- und Regionalplanung an der Ohio State University und sammelte dabei theoretische und praktische Erfahrungen in der nachhaltigen Stadtplanung. Ihre akademische Laufbahn begann sie am SUNY College in Buffalo, wo sie Umweltpsychologie studierte und im Rahmen des McNair-Stipendiatenprogramms forschte.